Die Superfoodfamilie rund um Chiasamen, Quinoa oder Acai-Beeren liegen weiterhin im Trend. Es gibt jedoch Alternativen, die sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel schonen. Welche das sind und worin sie den Superfoods sogar überlegen sind.

Superfoods sind seit Monaten in aller Munde. Als Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung als besonders gesund einzustufen sind. Die meisten von ihnen werden aus exotischen Ländern viele tausend Kilometer in unseren Supermarkt transportiert. Dort werden teilweise hohe Preise dafür aufgerufen. Das liegt zum einen an der weiten Reise, zum anderen am Hype um die Superfoods.

Im Gegensatz dazu lagern unsere heimischen Lebensmittel günstig direkt neben Goji-Beeren, Chia-Samen und Co., finden jedoch kaum Beachtung. Naja, vielleicht besser so, bevor sich irgendein findiger Martketingexperte auch für diese Lebensmittel eine teure Vermarktungsstrategie einfallen lässt. Was die Nährwerte angeht, sind unsere heimischen Lebensmittel gleich auf oder den Superfoods sogar überlegen. Gleichzeitig sind die Alternativen oft günstiger und vor allem umweltschonender. Transportwege rund um die Welt werden eingespart. Welche Superfoods sie durch unsere einheimischen Herausforderer ersetzen können.

Acai-Beeren vs. Heidelbeeren

Heidelbeeren enthalten genauso wie Acai-Beeren eine Vielzahl an Vitaminen wie beispielsweise Vitamin C oder E. Aber das wirklich Spannende an den Beeren sind die Anthocyane. Diese haben antioxidative Wirkungen und helfen dabei, freie Radikale abzufangen und zu neutralisieren. Das soll wiederum die Hautalterung verzögern. Anthocyane sind vereinfacht gesagt die Pflanzenstoffe, die den Beeren ihre dunkle Farbe verleihen. Entsprechend besitzen diese genauso unsere Heidelbeeen. Achja, selbstverständlich auch andere dunkle Früchte wie Holunderbeeren, blaue Trauben, Brombeeren,…

Avocado vs. Walnüsse

Avocados sind aktuell sehr beliebt. So sehr, dass sich sogar ganze Restaurants dieser Frucht verschrieben haben. Leider isst bei Avocados das schlechte Gewissen mit: man geht davon aus, dass zur Erzeugung von zweieinhalb Avocados ganze 1.000 Liter Wasser verbraucht werden. Dabei können Sie statt der grünen Trendfrucht ganz einfach Walnüsse naschen. Diese übertreffen die Avocado sowohl in der Menge ungesättigter Fettsäuren, als auch beim Kalzium-, Magnesium- und Eisengehalt.

Quinoa vs. Hirse

Hirse und Quinoa, beide sind sogenannte Pseudegetreide, sodass Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit bedenkenlos darauf zurückgreifen können. Auch hinsichtlich ihrer Nährwerte, liegen Hirse und Quinoa fast gleichauf. Beide enthalten neben Eiweiß und Ballaststoffen auch Vitamine und Mineralien. Da Hirse allerdings in Deutschland angebaut werden kann (beim Kauf auf das Herkunftsland achten), hat diese eine deutlich bessere Umweltbilanz.

Chiasamen vs. Leinsamen

Chiasamen stehen auf dem täglichen Speiseplan vieler gesundheitsbewusster Genießer und Veganer. Dabei haben einige Nährwerte der Leinsamen die Nase vorn, zum Beispiel beim Proteingehalt oder den ungesättigten Fettsäuren. Leinsamen lassen sich ähnlich verarbeiten wie Chiasamen, sie sollten allerdings frisch vorher geschrotet werden, damit sie ihre volle Kraft entfalten. Das geht auch zu Hause ganz einfach, zum Beispiel mit einer Salz- oder Pfeffermühle oder einem Mörser.

Leinsamen sollten vor dem Verzehr frisch geschrotet werden. Das klappt beispielsweise mit Hilfe eines Mörsers.

Wenn Sie das nächste Mal im Supermarkt stehen, denken Sie an die heimischen Alternativen. Die Vorteile liegen auf der Hand: umweltschonender, günstiger und dabei genauso gesund. Viele von ihnen gibt es sogar regional beim Bauern um die Ecke.