Matte Acetatfassungen Lunor Brille Pflegecreme

Matte Acetatbrillen zaubern eine samtweiche Optik und passen sich ganz natürlich dem Gesicht und der Haarfarbe des Trägers an. Wenn Sie selbst eine mattierte Acetatbrille besitzen oder mit dem Kauf einer solchen liebäugeln, wissen sie auch deren angenehme Haptik zu schätzen.  Worauf Sie bei ihrer matten Brillenfassung achten sollten. Und welche besonderen Eigenschaften mattiertes Acetat außerdem hat.

Brillen gibt es in unzähligen Materialen, Farben und Nuancen. Zum beliebtesten Material zählt Acetat. Es lässt sich formen und somit perfekt an den Kopf des Trägers anpassen. Gleichzeitig ist es stabil, haltbar und auch für Allergiker geeignet. Eine unschlagbare Kombination. Kein Wunder also, entscheidet sich die Mehrheit der Brillenträger für eine Fassung aus Acetat. Jedoch wissen die wenigsten, dass sich aus ein und demselben Ausgangsmaterial im Finish zwei unterschiedliche Nuancen zaubern lassen: glänzende oder matte Farben. Diese unterscheiden sich sowohl in der Optik als auch in der Haptik. Und doch durchlaufen beide Fassungen bis zum letzten Schritt dieselben Produktionsstationen.

Acetat ist ein Naturprodukt

Fangen wir ganz von vorne an. Acetat ist ein Naturprodukt: es besteht größtenteils aus Baumwolle (ca. 70-80%). Dank diesem erneuerbaren Rohstoff können hochwertige Acetatfassungen weitgehend umweltschonend hergestellt werden. In speziellen Verfahren werden den Fassungen ihre Farben, Marmorierung und Verläufe gegeben. Ebenso benötigt das Ausgangsmaterial kleine Mengen anderer Stoffe, die beispielsweise eine Verformung erlauben. Dies ist essenziell für die individuelle Anpassbarkeit der fertigen Brille auf ihren Träger.

Die Farbe des Acetats wird schon während der Herstellung des Rohstoffes festgelegt, durch Beimischung der entsprechenden Farben. Hier stellen sich bereits die Weichen für das Aussehen, aber vor allem auch die Qualität der Brille. Die eigentlichen Brillenformen werden anschließend aus der ganzen Acetatplatte gefräst. Der gesamte Produktionsprozess umfasst über 200 Arbeitsschritte und wird bei Lunor noch mit viel Handarbeit und Handwerkskunst realisiert. Wie genau unsere Brillen gefertigt werden, zeigen wir Ihnen in diesem Video aus der Produktion einer Lunor Brille.

Matt oder glänzend – entscheidend ist das Finish

Matte Brille Acetatfassung Lunor glänzend matt vergleich

Acetatfassung in derselben Farbe – einmal mit glänzendem, einmal mit mattem Finish

Erst wenn die Brille gefräst, vernietet und komplett zusammengebaut wurde, beginnt der entscheidende letzte Schritt: das Finish. Nun trennen sich die glänzenden von den matten Acetatbrillen.

Glänzende Fassungen werden über viele Tage, in unzähligen Schritten poliert. Die abschließende Handpolitur garantiert perfekten Hochglanz. Dieses langwierige Polieren sorgt dafür, dass die Oberfläche des Naturmaterials Acetat quasi versiegelt wird. Glänzende Acetatfassungen sind somit kaum anfällig für Umwelteinflüsse und sehr robust.

Ein ganz anderes Finish hingegen erhalten matte Acetatbrillen. Ihnen wird, verglichen zu glänzenden Acetatfassungen, das Kontrastprogramm zuteil. Statt einer Politur, folgt das Aufrauen der Oberfläche. Welche Materialien für diesen Schritt verwendet werden ist ein gut gehütetes Geheimnis unserer Produktion. Das Strahlgut ist jedoch völlig unbedenklich, sogar sehr schonend für Mensch und Natur. Sie können sich eine Mattierung wie Sandstrahlen vorstellen: Kleine Partikel werden auf die Brille gestrahlt. Die Oberfläche wird dadurch aufgeraut und erhält ihren unverwechselbaren matten Look. Nach dieser Behandlung werden die aufgestrahlten Brillen mit Natur-Öl oder speziellen Cremes versiegelt, um die Poren zu verschließen. Der Versiegelung folgt der letzte Schritt: die Brille wird nachgetrocknet. Jetzt ist das matte Finish vollendet und die Brille samtweich anzufassen.

Das sollten Sie bei Ihrer matten Brille beachten

Die unebene Struktur matter Fassungen birgt allerdings auch ein paar Eigenheiten. Sie können sich die Oberfläche einer matten Fassung wie einen porigen Holzboden vorstellen. Diese Struktur bietet Absonderungen, wie Hautpartikeln oder Schweiß, eine große Ablagerungsfläche. Da es sich bei Acetat um ein Naturprodukt handelt, reagiert eine matte Fassung mit weißen Verfärbungen auf diese Absonderungen. Ob, wie stark und in welchem zeitlichen Abstand diese Reaktionen auftreten, hängt wiederum von individuellen Faktoren des Trägers zusammen. Hier spielt beispielsweise die Zusammensetzung des Schweißes eine Rolle.

Kommen wir noch einmal zurück zum Holzfußboden-Beispiel. Gerne vergleichen wir eine matte Acetatfassungen mit ihm, denn: diese Naturprodukte „arbeiten“ und müssen von Zeit zu Zeit gecremt, poliert oder lasiert werden. Da eine Brille im Gesicht getragen wird und täglich Kontakt mit der Haut hat, ist hier verständlicherweise eine besonders gründliche Pflege vonnöten.

Wir empfehlen die Fassungen regelmäßig mit klarem Wasser und gegebenenfalls etwas ph-neutraler Seife zu reinigen. Anschließend sollte unbedingt eine Pflegecreme aufgetragen werden. Gerne können Sie bei Ihrem Optiker (Lunor-Partner) kostenfrei eine spezielle Lunor Pflegecreme erhalten. Sollten Sie diese einmal nicht zur Hand haben, können Sie auch eine nicht parfümierte Handcreme dafür verwenden. So werden Sie viele Jahre Freude an ihrer mattierten Acetatfassung haben.

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Wir bei Lunor fertigen all unsere Acetatbrillen in Familienbetrieben in Süddeutschland. So gewährleisten wir höchste Qualität, traditionsreiches Handwerk und faire Arbeitsbedingungen. Die Produktionen liegen logistisch günstig, sodass wir äußerst kurze Lieferwege haben. Wir können jede Brille bis zu ihrem Ursprung, der Herstellung des Rohstoffes zurückverfolgen. Das hochwertige Acetat wird in Italien hergestellt. Diese Qualität werden Sie spüren und jahrelang gerne tragen.